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Pforzheimer Trainer-Kongress mit 720 Teilnehmern erfolgreich beendet
03.08.2009
BDFL-Präsident Horst Zingraf und Führungsspitze einstimmig wiedergewählt
Beim 52. Internationalen
Trainer-Kongress (ITK) vom 27. bis 29. Juli 2009 versammelten sich über 700
Fußballtrainer aus Deutschland, Europa und Übersee in der „Goldstadt"
Pforzheim, um im CongressCentrum Pforzheim (CCP) die fachlichen Vorträge zu
hören und im „Holzhofstadion" die Praxisdemonstrationen zu beobachten. Das
Leitthema des ITK 2009 lautete: „Möglichkeiten
und Grenzen der Persönlichkeitsentwicklung im Fußball". Einen Schwerpunkt
des Kongresses bildeten die „Persönlichkeitsentwicklung
im Fußball" auf wissenschaftlicher Basis und ihre Umsetzung, einen weiteren
inhaltlichen Schwerpunkt in der Praxis das „Positionstraining
in Abwehr und Angriff".
Die qualifizierten deutschen
Fußballtrainer mit A-Lizenz und Fußball-Lehrer-Lizenz trafen sich zu dieser
zentralen jährlichen Fortbildung, die vom Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL)
im Auftrag des DFB organisiert und durchgeführt wird.
Mit der Eröffnung des Kongresses durch Präsident Horst Zingraf und den folgenden Grußworten von Oberbürgermeister Gert Hager sowie DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der das hervorragende Verhältnis zwischen DFB und BDFL betonte, stellte AEFCA-Präsident Dr. Jozef Venglos (AEFCA, früher UEFT) die Vorreiterrolle des BDFL als Gründungsmitglied dieses europäischen Trainerverbandes heraus.
Mit
dem komplexen Thema Persönlichkeitsentwicklung setzten sich die Psychologen von
der DSHS Köln Dr. Babette Lobinger und Werner Mickler sowie Dr. Gunnar Gerisch am
Montag-Vormittag auseinander.
Am Mittag des ersten Kongress-Tages stellten sich der Presse Ronald Koeman (Cheftrainer AZ Alkmaar), Mirko Slomka (Ex-Cheftrainer Schalke 04), Frank Wormuth (DFB-Leiter Fußball-Lehrer-Lehrgang an der Hennes-Weisweiler-Akadmie in Köln) und BDFL-Präsident Horst Zingraf. Als Moderator fungierte Horst Hülß (BDFL-Pressechef) zum Thema „Anforderungsprofil des Trainers im modernen Fußball und deren Auswirkungen auf die Aus- und Fortbildung".
Ein
klasse Vortrag über „Motivationsstrategien in Krisenzeiten" von Mirko Slomka
(Ex-Trainer von FC Schalke 04) stimmte für den Nachmittag ein, wo dann im
„Holzhofstadion" Thomas Krücken (Hertha BSC Berlin) und Dirk Reimöller (FC
Schalke 04) Kommunikation - Ganzkörpererwärmung und Verantwortungsbewusstsein
sowie Teamfähigkeit in Spielformen praktizierten.
Am Dienstagmorgen eröffnete der Soziologe und Dozent Prof. Dr. Walter Simon (CUC Bad Nauheim) mit „Möglichkeiten und Grenzen der Persönlichkeitsentwicklung im Fußball". Parallel zum Referat Axel Jagemann/Klaus Haddick über „Persönlichkeitsentwicklung als Trainingsaspekt und als Erfolgsfaktor im Wettkampf (DNLA)", sprach Prof. Dr. Tim Meyer „Wie regenerieren Fußballspieler richtig?".
Mit
über 4.200 Mitgliedern ist der BDFL einer der größten Fußballtrainerverbände
der Welt, und es verwunderte niemanden der 480 stimmberechtigten Mitglieder in
Pforzheim, dass die Hauptversammlung problemlos verlief. Die geballte Kompetenz
und Prominenz, die den deutschen Spitzenfußball aktiv repräsentieren, wurde
einstimmig wiedergewählt und bestätigt. An der Spitze stehen für weitere drei
Jahre Präsident Horst Zingraf, der 1. Vizepräsident Lutz Hangartner (Fortbildung),
Vizepräsident für die Bundesligatrainer Felix Magath (FC Schalke 04) und sein
Stellvertreter Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim), Jürgen Pforr (Darmstadt) als
Vizepräsident Schatzmeister. Als Präsidiumsmitglieder behalten
DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und der DFB-Leiter der Fußball-Lehrer-Ausbildung
Frank Wormuth ihre Funktionen sowie Thomas Schaaf (SV Werder Bremen) als
Vertreter der 1. Bundesliga, sein Stellvertreter Jürgen Klopp (Borussia
Dortmund), Benno Möhlmann (SpVgg. GreutherFürth) als Vertreter der 2.
Bundesliga und sein Stellvertreter Rudi Bommer (früher MSV Duisburg), die DFB-Verbandstrainer
vertritt wiederum Helmut Horsch (Bochum) im Bundesvorstand.
Verdiente Ehrungen nahm Ehrenpräsident Klaus Röllgen als Laudator mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaften des BDFL an Karl-Heinz Heddergott, Gero Bisanz, Heinz Werner und den abwesenden Erich Rutemöller vor.
Nach der BDFL-Hauptversammlung führten Ralf Peter (DFB-Sportlehrer/Europameister der U17 der Frauen) und Marcel Lucassen (DFB-Techniktrainer sowie 1899 Hoffenheim) in die Praxis ein, die anschließend mit der Demogruppe U19 vom VfB Stuttgart mit „Positionstraining Abwehr" und mit der U17 ebenfalls vom VfB Stuttgart „Positionstraining Angriff" ihren Abschluss fand.
Ein
weiterer Höhepunkt fand am Mittwochmorgen statt, als Moderator Marcus Jung
(Sky) den zweifachen Europameister der U19 und U21 Horst Hrubesch 45 Minuten
lang befragte. Mit dem nachfolgenden Referat vom DFB-Sportdirektor Matthias
Sammer, der die „Anforderungen an DFB U-Nationalspieler" nachdrücklich reklamierte
und festlegte, reihte sich die ebenfalls hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion
mit Matthias Sammer. Frank Wormuth, Horst Hrubesch (alle DFB), Mirko Slomka
(Ex-Bundesligatrainer Schalke 04) und Michael Oenning (1. FC Nürnberg) an. Unter
der fachkundigen Moderation von Marcus Jung (Sky) diskutierte man „Die Rolle
des Trainers im modernen Fußball - das aktuelle Anforderungsprofil". Präsident
Horst Zingraf beendete mit seinen Schlussworten diesen außergewöhnlich
erfolgreichen dreitägigen Trainer-Kongress.
Horst Hülß



