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Bund Deutscher Fußball-LehrerAktuellNewsXXIX. AEFCA-Symposium: „Wir sind eine große Familie"

XXIX. AEFCA-Symposium: „Wir sind eine große Familie"

31.10.2008

Prominenz und Kompetenz: Kongress der europäischen Trainer auf höchstem Niveau

BDFL-Präsident Horst Zingraf bei der Begrüßung der 202 TeilnehmerZum zweiten Mal nach 2000 präsentierte sich die Mainmetropole Frankfurt als Austragungsort des XXIX. AEFCA-Symposiums vom 25. bis 29. Oktober 2008. 202 Teilnehmer aus 61 Ländern der sechs FIFA-Konförderationen trafen sich im Steigenberger Airport Hotel zu den Vorträgen unter dem Leitthema „New Trends of EURO 2008 - relevant to Grassroots Football?" und am Montag zu den Praxiseinheiten im Stadion am Bretanobad. Unter den Teilnehmern auch rund 25 Auslandstrainer des DFB, die sich vor Ort zu einer neuen Gruppe formierten.

Mit einem anspruchsvollen Programm zogen der DFB und der BDFL, beide als Ausrichter des Kongresses zusammen mit der AEFCA, der früheren UEFT (Union Europäischer Fußball-Trainer) alle Register ihrer Möglichkeiten. Es war ein Symposium der allerbesten Qualität: Fachlich hervorragende Vorträge, erstklassige Demonstrationen auf dem Platz und auch die kulturelle Seite mit dem Frankfurter Römer (Einladung der Stadt Frankfurt) oder mit Kloster Eberbach (Einladung der Hessischen Landesregierung) konnte sich sehen lassen.

Die Organisatoren DFB und BDFL zeigten sich erneut als Einheit im Konzert von FIFA, UEFA oder AEFCA. So konnten am Schlusstag der fünftägigen Veranstaltung die Verantwortlichen ein besonders exzellentes Resümee ziehen: „Die Hausarbeiten für unsere ausländischen Gäste waren bestens gemacht worden!" Deutschland zeigte sich wiederum als hervorragendes Gastgeberland einer solch hochkarätigen Veranstaltung.

DFB-Sportdirektor und BDFL-Präsidiumsmitglied Matthias Sammer bei seinem Vortrag „Eliteförderung des DFB“.Schon bei der Eröffnungszeremonie und Begrüßung am Sonntagvormittag erinnerte der AEFCA-Präsident Dr. Jozef Venglos an die erstklassige Zusammenarbeit von FIFA und UEFA, das gemeinsame Miteinander zum Wohle des Fußballs und seiner Trainer. Hier in Deutschland setzten Lothar Meurer und Herbert Widmayer (beide BDFL) 1980 den Gedanken zur Gründung einer europäischen Trainervereinigung durch, waren die Vorbereiter dieser heutigen Veranstaltung, die mit der Umfirmierung zur AEFCA vor einem Jahr eine neue Epoche einleitete. Auch BDFL und DFB vergaß Dr. Venglos nicht: „Wir sind eine große Familie!"  

BDFL-Präsident Horst Zingraf hieß die Vertreter aus 61 Ländern herzlich willkommen, erwähnte den DFB als starken Partner des BDFL mit seinem finanziellen Möglichkeiten und dem entsprechenden Knowhow. Besonders bedankte er sich beim DFB-Vizepräsidenten Dr. Hans-Georg Moldenhauer und seinen Mitarbeitern sowie dem BDFL, aber auch bei der Stadt Frankfurt und dem Bundesland Hessen für die erneute Gastfreundschaft.

Dr. Moldenhauer begrüßte im Namen des DFB die Trainer, Die Fußballwelt wächst zusammen dank der modernen Technologie. Den Beitrag dieses Symposiums sieht er vor allem als Erfahrungsaustausch der EURO 2008 und deren Erkenntnisse.

DFB-Sportlehrer
 Frank Engel bei seiner Praxisdemonstration mit der U17 von Eintracht 
Frankfurt.Last but not least sieht der Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident von Hessen Volker Bouffier in der fachlichen Auseinandersetzung den großen Gewinn dieses Kongresses. Die Sportart Fußball ist und bleibt faszinierend. Fußball ist heute auch eine gesellschaftliche Größe, ist ein Botschafter dieser Welt. Dadurch sind alle Trainer Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses.

Prominente Referenten, darunter die Präsidentin des OK Frauen-WM 2011 Steffi Jones („Von der WM 2006 zur WM 2011"), DFB-Sportdirektor Matthias Sammer (Referate: „Ausbildungsphilosophie des DFB" und „Eliteförderung des DFB"), der Leiter der Fußball-Lehrer-Ausbildung Frank Wormuth und Ralf Rangnick als Bundesliga-Tabellenführer mit der TSG 1899 Hoffenheim.

Nach der offiziellen Eröffnung führten Dr. Venglos und Generalsekretär Karlheinz Raviol in das Programm der Tagung ein. Jean-Pierre Benezet entwickelte das FIFA-Programm, und die DFB-Trainer Frank Wormuth, Bernd Stöber und Erich Rutmöller stellten aus der Sicht des DFB „Die Trends der Euro 2008" vor.

Am Sonntagnachmittag referierte Andy Roxburgh zunächst umfassend über die „UEFA-Spitzenwettbewerbe", danach stellte Fatih Terim, Cheftrainer der türkischen Nationalmannschaft, seine ganz persönlichen Eindrück der Europameisterschaft vor. Mit einer Podiumsdiskussion„Was lernen wir aus der EURO 2008" schloss dieser Tag.

Am Montag erläutere zunächst Andy Roxburgh, Technischer Direktor der UEFA, in einem vielbeachteten Referat das Thema „Spitzentrainer und ihre Rolle als Führungspersönlichkeit". Danach wurde die „Trainerausbildung im DFB" von Dr. Hans-Georg Moldenhauer, Frank Wormuth, Bernd Stöber vorgetragen.

Die Schlussbotschaft des AEFCA-Symposiums: „Der Trainer ist der Schlüssel!“.Das Torhüterspiel bei der EURO 2008 und die Konsequenzen für das Training analysierte DFB-Sportlehrer Jörg Daniel, bevor dann am Nachmittag zwei Praxiseinheiten im Stadion am Brentanobad folgten. U19-Nationaltrainer Heiko Herrlich demonstrierte zunächst das „Abwehrverhalten und die mannschaftstaktische Umsetzung" und Frank Engel, DFB-Trainer der U18, das „Herausarbeiten von Torchancen", ebenfalls mannschaftstaktisch umgesetzt. Als Demonstrationsgruppen standen die U16 und U17 von Eintracht Frankfurt zur Verfügung, die die Anweisungen der Referenten hervorragend umsetzten.

Neben den deutschen Trainerexperten hielten Spaniens U17-Nationaltrainer Gines Melendez Sotos „Manchmal übertrifft die Wirklichkeit den schönsten Traum" aus der Sicht des Europameisters und Jean-Michel Benezet (FIFA) („Was lernen wir aus der EURO 2008?") sehr hörenswerte Referate.

Gruppenfoto der Teilnehmer des AEFCA-Symposiums im Stadion am Brentanobad.Am Ende konnten die 202 Multiplikatoren mehr als zufrieden in ihre 61 Heimatländer zurückreisen, um die gewonnenen Erkenntnisse zu Hause an die dortigen Trainer weiterzugeben. Wer mehr über die AEFCA und das XXIX. Symposium wissen möchte, kann sich in Kürze weitergehende Informationen auf der Homepage www.aefca.eu holen.

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