Mit einem stetigen Wachstum an Mitgliederzahlen unterstreicht der Bund Deutscher Fußball-Lehrer e.V (BDFL) in den letzten Jahren seine wachsende Bedeutung als DIE wichtige Säule der Trainerfortbildung.

Der BDFL durfte gerade in der Vorbereitung des diesjährigen Internationalen Trainer-Kongresses (ITK) in Bochum feststellen, dass es in den letzten Jahren zunehmend leichter fällt, ausgezeichnete Referenten zu gewinnen, die mit uns zusammenarbeiten wollen und die bereit sind, ihr Wissen an die vierstellige Zahl der Interessierten weiterzugeben.

Von einer großen Zahl der Teilnehmer haben wir deshalb auch jetzt wieder die Rückmeldung erhalten, dass die Fortbildungsmaßnahmen des BDFL in der praktischen Arbeit von hohem Nutzen sind. Das gilt sowohl für die regionalen Angebote wie auch für den ITK.

Damit ist der BDFL über die Jahre zu einer Konstante geworden, was umso erstaunlicher ist, weil die Zeiten für den Fußball insgesamt eher schwieriger geworden sind. Die strukturellen Erfolge des deutschen Fußballs haben in großem Maße etwas mit der hervorragenden Aus- und Fortbildung der Trainer zu tun, die mit der Ausbildung im Nachwuchsbereich wie auch in der Verarbeitung einer konsequenten Spielauffassung Grundlagen für Erfolge schaffen.

Die großartigen Erfolge der Nationalmannschaft beim Confed-Cup und der Gewinn der U21-Europameisterschaft sind ein Beleg für die glänzende Arbeit der letzten Jahre. Und gleichzeitig muss alles getan werden, damit diese Erfolge sich nicht in ein gefährliches Ruhekissen verwandeln. Wie schon so oft betont, muss gerade im Erfolg darauf geachtet werden, dass die Fortschritte in der internationalen Landschaft nicht übersehen werden und kein Stillstand entsteht.

Die große Zahl der jungen Spieler, die jetzt in die Spitze drängen, sind das Ergebnis harter Vorarbeit in den Vereinen und besonders in den Nachwuchsleistungszentren - junge Spieler sind zum Markenzeichen des deutschen Fußballs geworden. In den jüngeren Jahrgängen aber hatten andere Nationen zuletzt meist die Nase vorn; diese Erkenntnisse müssen verarbeitet werden.

Ein Ergebnis aus der Mitte des letzten Jahrzehntes ist die großartige taktische Schulung und die erhebliche Verbesserung des Passspiels. Diese so stringente Ausrichtung aber ging gleichzeitig auf Kosten der Flexibilität und der Risikobereitschaft im 1 gegen1, in dem uns heute gerade in den Spitzenspielen der Vereinsmannschaften auf europäischer Ebene öfter mal die Kreativität und Überraschung fehlen, mit denen ein Spiel auf Augenhöhe auch mal durch eine Einzelaktion entschieden werden kann. In diesem Bereich haben einige der internationalen Gegner die Nase vorn, da haben wir auch im Training und im Aufbau Nachholbedarf.

Die oben beschriebenen schwierigen Zeiten aber beziehen sich leider nicht nur auf den rein sportlichen Bereich. Wir haben im BDFL komplizierte Aktionen mit Steuerprüfungen und betriebswirtschaftlich begründete Trennungen von strategischen Partnern auffangen müssen. Das ist uns abgesehen von einigen wenigen kritischen Anmerkungen rund um die notwendige neue Form des Kameradschaftsabends beim ITK in Bochum gut gelungen.

Sehr gut auffangen konnten wir mit neuen Konzepten den Wegfall einiger Sponsoren: Finanziell gesund werden wir auch in Zukunft ein Angebot unterbreiten können, das in Europa seinesgleichen sucht.

Und mit dem DFB haben wir eine erneute und längerfristige vertragliche Vereinbarung getroffen, die uns auf Sicht gut und in Ruhe arbeiten lässt. Festgeschrieben ist darin auch die Beteiligung des BDFL an der neuen DFB-Akademie.

Wie tief gesellschaftliche Veränderungen, aber auch die neue Technik in das Wesen des Fußballs eingreifen, muss im Augenblick der DFB erfahren: Videobeweis, 50+1, Steuernachzahlungen in Millionen-Höhe sind der eine Teil, der immer rauere Ton der Auseinandersetzung der tiefgreifende andere Teil.

Es ist, als sei mit der US-Wahl nicht nur ein neuer Präsident gewählt worden, sondern bedauerlicherweise auf der von ganz oben hoffähig gemachten Twitter-Kommunikation und dem leichtfertigen Umgang mit Sprache und Diskriminierung einer Respektlosigkeit der Boden bereitet worden, der sich in Stadien und auf Spruchbändern in einem vorher nicht gekannten Stil zum Ausdruck kommt.

Hinzu kommen Summen auf dem Transfermarkt, die längst die Grenzen menschlichen Fassungsvermögens übersteigen und die dem Fußball in seiner Gesamtheit ganz sicher schaden werden. Ich bin Christian Streich und Ewald Lienen dankbar, die zu einem ganz frühen Zeitpunkt der Diskussion deutlich gemacht haben, dass ein Menschenhandel mit unvorstellbaren Summen ganz schnell eine Rutschbahn entstehen lässt, auf der der Halt für unseren großartigen Sport schnell verloren gehen kann.

Bei derartigen Zahlen ist eine Entfremdung zwischen Basis und Spitze nicht fern: Ohne die vielen begeisterten Zuschauer, ohne Fans und ohne die Amateurvereine wird der Fußball insgesamt nicht die Atmosphäre und Begeisterung behalten, die wir auch zu dessen Weiterentwicklung benötigen. Zwei Weltmeisterschaften vor uns, die schon in Russland nicht einfach werden, erst recht aber in Katar grundsätzliche Fragen der Unterordnung des Sports unter wirtschaftliche Interessen laut werden lassen, tun mit der Diskussion um Menschenrechte ihr Übriges dazu.

Diese Punkte beschreiben ein Umfeld, in dem wir uns bewegen, in dem wir aber bislang als BDFL mit Geradlinigkeit und behutsamer Entwicklung bei gleichzeitiger Wahrung bewährter Elemente sehr gut bestehen. Wir werden auch weiter Neuerungen mit Perspektiven angehen, aber nicht jedem Zeitgeist-Trend nachlaufen.

Die technische Nutzung neuer Kommunikationswege, moderner Anmeldeverfahren und der elektronischer Austausch von Informationen werden immer gepaart bleiben mit der persönlichen Betreuung durch unsere Geschäftsstelle und unser ehrenamtliches Team – das macht uns stark und lässt schon bald das 5.000. Mitglied erwarten.

Manfred Schaub (60 Jahre – Baunatal)

1.Vizepräsident des BDFL

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