"Die Kabine explodiert": Markus Weise über die Spielvor- und Spielnachbereitung der deutschen Hockeynationalmannschaft.

Bewusst auch über den Tellerrand hinausschauen. Genau das wollte der Bund Deutscher Fußball-Lehrer auf dem diesjährigen Internationalen Trainer-Kongress in Mannheim und hat so, um den Blick auf eine andere Mannschaftssportart zu richten, Markus Weise eingeladen. Der Bundestrainer der deutschen Hockeynationalmannschaft der Herren stellte in seinem Vortrag die Prozedur der Spielvor- und Spielnachbereitung vor.

Die Spielvorbereitung ist beim Hockey wie beim Fußball elementar wichtig. Sie erfolgt in mehreren Stufen, so ist die erste Besprechung ab 22.00 Uhr des Tages vor dem Spiel, weil dann „die Themen kurz vorm Schlafengehen besser im Kopf bleiben". Die Visualisierung direkt vor dem Schlaf ist dabei „auch mental eine gute Vorbereitung". Am Spieltag selbst folgen zwei weitere Team-Sitzungen, die der Besprechung der Taktik und der Standards dienen, ehe die Mannschaft sich „emotional anheizt bis die Kabine explodiert", so Weise. Ungewöhnlicherweise findet diese letzte Vorbereitungsmaßnahme kurz vor dem Spiel ohne den Coach statt, da er seine „eigene Vorbereitung für das Spiel" benötigt.
Ein zentraler Unterschied ergibt sich in dem Verständnis der Bezeichnung des Trainers. Weise sieht seinen „Job als Coach wichtig, nicht als Trainer". Damit meint er das aktive Coaching seines Teams an der Seitenlinie, um sicher zu gehen, dass sein Team exakt das umsetzt, was vorher geübt wurde. Wesentlich ist „die Rollenverteilung und nicht die taktische Aufstellung" seines Teams, so der Nationaltrainer. Jeder auf dem Platz muss genau wissen, was er zu tun hat und seinen Job machen, sonst kann das fatale Folgen in Form eines schnellen Gegentores haben.
Nach dem Spiel ist die gemeinsame Nachbereitung, sprich die Videoanalyse, genau wie beim Fußball unabdingbar. Unterschied hier ist jedoch, dass das „Feedback der Spieler als Experten" genauso wichtig ist, wie das des Coaches. Dies macht die Nachbereitung zu einer „gegenseitigen Lernatmosphäre", die für das gesamte Team sehr wichtig ist, so Markus Weise. Genau dieser Prozess der Spielvor-, dem Spiel, und der Spielnachbereitung schafft eine ideale Lernumgebung und ist ein „Prozess, der nicht zu Ende geht, sondern sich immer wieder in der Schleife wiederholt", so der Hockey-Nationaltrainer abschließend.

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