Das hochrangig besetzte Podium thematisierte auf besonnene Weise schon aufgrund seiner Zusammensetzung aus Schiedsrichtern und Trainern den manchmal intensiven Berührungspunkt dieser beiden Aufgaben im Fußball. FIFA-Schiedsrichter Tobias Stieler bezeichnet das Verhältnis zwischen Trainern und Schiedsrichtern in der Bundesliga grundsätzlich als gut. Er meint aber, dass sich bestimmte Verhaltensweisen verbessern könnten.

Laut seiner Aussage gebe es Kollegen, die sich immer beschweren, selbst bei Freistößen in der eigenen Spielzone. Manche Trainerkollegen können oder wollen außerdem ihre Emotionen nicht unter Kontrolle haben. Daran findet Tobias Stieler keinen Gefallen. Emotionen gehören zwar dazu, das permanente Bearbeiten eines Schiedsrichters durch einen Trainer sei für ihn aber absolut grenzwertig.

Für Ralf Rangnick ist es am Ende Typen-abhängig. Für ihn ist es eine Frage des gegenseitigen Umganges. Der Sportdirektor von RB Leipzig finde es schlichtweg nicht fair, den Schiedsrichter bei jeder Entscheidung weich klopfen zu wollen. Für Mirko Slomka gebe es für einen Trainer nichts Schöneres, als sich nur auf das Spiel zu konzentrieren. Wenn man sich im Nachklang als Trainer manche Szenen anschaut, bei der man sich zuvor noch beschwert hatte, dann sei man manchmal auch peinlich berührt. Laut Slomka sollte man sich als Trainer auf seine Aufgaben konzentrieren, und die sei immer die Mannschaft.

Auf den Videobeweis angesprochen, spricht sich Dieter Hecking klar für diesen aus. Er ist dafür den Videobeweis einzuführen, sehe aber auch eine Gefahr darin, weil er in den Ligen unter der Bundesliga und im Amateurbereich eben nicht da ist. Da sehe der Trainer von Borussia Mönchengladbach die Gefahr, dass der Fußball weiter in eine Zwei-Klassen Gesellschaft aufgeteilt wird. Für Ralf Rangnick ist es keine Frage, dass der Fußball durch den Videobeweis gerechter wird. Entscheidend sei es für ihn, dass dieser in den nächsten Jahren weiterentwickelt und optimiert wird.

Ob man sich als Trainer auch vor dem Spiel intensiv mit dem Schiedsrichter beschäftig, bejaht Dieter Hecking entschieden. Er beschäftigte sich im Vorfeld eines Spieles sehr mit den Schiedsrichtern und weise seine Mannschaft drauf hin, welcher Schiedsrichter das Spiel leiten wird. Das gehöre für ihn zu einer professionellen Vorbereitung für ein Spiel dazu.
Dass in der Bundesliga in vergangener Zeit immer mehr Schwalben vorkommen ist für das Podium ein besorgniserregender Trend. Tobias Stieler glaubt, dass sich dieser Trend mit dem Videobeweis zumindest im Strafraum eindämmen wird. Denn durch die Videoanalysten können Schwalben in der Bundesliga in Zukunft viel besser geahndet werden. Lutz Michael Fröhlich fände hier den Weg einer gemeinsamen Kampagne zwischen Trainern und Schiedsrichtern sehr interessant und überaus wichtig. Für ihn sei es ja in der Regel so, dass nach dem Spiel der Schiedsrichter an den Pranger gestellt werde. Das sind für ihn falsche Signale des Fußballs, daher fände er eine gemeinsame Kampagne für Fair-Play eine super Sache.

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