Nach dem Notfall bei Kaiserslauterns Jeff Strasser fordert der Bund Deutscher Fußball-Lehrer, dass sich die Bundesliga-Vereine um die Gesundheit ihrer Trainer kümmern. "Es ist die Fürsorgepflicht der Clubs, nicht nur bei den Spielern auf diese Dinge zu achten, sondern auch bei den Trainern", sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Man müsste eigentlich jeden einzelnen Verein fragen, ob er die Untersuchungen, die bei Profis permanent durchgeführt werden, auch bei den Trainern macht."

Hangartner betonte, dass Gesundheit und Stress nicht erst seit dem Burnout von Ralf Rangnick zu seiner Zeit bei Schalke 04 diskutiert werden: "Das ist nicht nur ein medizinisches Thema, sondern auch ein psycholgisches." Hangartner will die Thematik auch bei der Tagung der Bundesliga-Trainer am 18./19. März in Köln anbringen. Seit mehreren Jahren informiert der BDFL seine Mitglieder auf Trainerkongressen und im Rahmen der regionalen Fortbildungseinheiten über Gefahren und Folgen des Burnouts.

Bei Strasser steht die genaue Diagnose noch aus. Nach Angaben des 1. FC Kaiserslautern hat er vor dem Abbruch des Zweitliga-Spiels in Darmstadt keinen Herzinfarkt erlitten. Weitere kardiologische Untersuchungen stehen an.

Strasser hatte 2015/2016 den Fußballlehrer-Schein unter anderem mit dem heutigen Schalker Trainer Domenico Tedesco und Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) erworben: "Ich möchte meine allerbesten Genesungswünsche an Jeff richten. Ich hatte die Ehre, mit ihm den Fußballlehrer gemeinsam zu absolvieren", sagte Tedesco am Donnerstag.

Unabhängig von den Ursachen für Strassers gesundheitliche Probleme sagte DFB-Chefausbilder Frank Wormuth: "In der Sportpsychologie steht das Thema Stress auf dem Lehrplan. Zum Beispiel die Indikatoren, der Umgang damit. Das geht auch in Richtung Burnout. Diese Themen werden angesprochen, nicht nur im Bezug auf Spieler, sondern auf die Trainer selbst." jpf

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