Joti Chatzialexiou, Guido Streichsbier und Stefan Kuntz analysierten im Rahmen des ITK die WM 2018 auf Trends, Spielauffassungen und Spielweisen. Anhand der aus dem ITK 2015 vorgestellten Leitlinien zeigten sie auf, wie kontrovers die WM-Trends zur deutschen Spielauffassung sind. Der sportliche Leiter der DFB-Nationalmannschaft Joti Chatzialexiou stellte voran, dass an dieser Stelle nicht die deutsche Nationalmannschaft analysiert werden soll, sondern eine allgemeine Trend-Analyse folge.


Der DFB U19-Trainer Guido Streichsbier und der DFB U21-Trainer Stefan Kuntz präsentierten die Ergebnisse der durch den DFB vorgenommenen WM-Analyse 2018. Aus einer umfassenden Situationsanalyse, abgeglichen mit Erkenntnissen aus anderen Wettbewerben wie z. B. der Champions League, sollen mehrere Fragen beantwortet werden können: Wohin bewegt sich der internationale Fußball? Wie sollten wir folglich unsere deutsche Spielkonzeption bzw. Spielauffassung weiterentwickeln? Was hat das für Konsequenzen für unsere Spieler- und Trainer-Ausbildung?

Die festgestellten WM-Trends sind kontrovers zur Spielauffassung des DFB. Häufige lange Bälle auf Zielstürmer und ein passives Abwehrpressing sind keine erstrebenswerten Spielkonzepte. Es haben sich allerdings vier Qualitätsmerkmale herauskristallisiert, die sich als bedeutende Einflussfaktoren gezeigt haben.

DSC 3024 72dpiDFB-U-Nationaltrainer Guido Streichsbier präsentiert die Analyseergebnisse.Merkmal Dynamik/Schnelligkeit: Der Erfolgsfaktor ist eine komplexe Spielschnelligkeit, die aus mehreren Komponenten besteht. Eine Handlungsschnelligkeit basierend auf Wahrnehmung und Entscheidung sowie die dynamische Aktionsschnelligkeit sind die Basis des Spielerhandelns. Das wiederum kann mit Ball nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Basistechniken in ihrer variablen Anwendung ausgebildet sind.

Merkmal Variabilität: Die Variabilität der Spielsysteme und Spielkonzepte im Spiel und von Spiel zu Spiel war der Erfolgsfaktor mehrerer Teams in der WM 2018.

Merkmal Individualität: Ganz wichtig sind die Basis-Techniken, die der Spieler beherrschen muss. 1-gegen-1-Spieler, beidfüßiger Kreativspieler, spielintelligenter Vorbereiter – das sind Spielertypen, die in der WM in Russland auffällig waren und den Unterschied auch im Ergebnis ausmachen konnten.

Merkmal Mentalität: Der Erfolgsfaktor der Persönlichkeit bzw. des Teamspirit war gerade bei kleineren Nationen auffällig, die im Turnierverlauf erfolgreich waren. Die Identifikation mit der eigenen Mannschaft und der gemeinsamen Aufgabe steht im Gegensatz zu Spielern, die primär sich selbst vermarkten möchten.

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