Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann berichtete beim Internationalen Trainer-Kongress 2018 über das Wettkampfsystem 4.0: Der Spielbetrieb als Motor zur Talententwicklung. Dabei erklärte er, warum zu wenig junge Talente in den Spitzensport vordringen. Lochmanns Prinzip ist: „Auch der kleine Dicke hat eine Chance, es bis in die Spitze zu schaffen, wenn man ihn nur richtig trainiert.“

Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann aus der Universität Erlangen weist auf, dass es aus der riesigen potentiellen Selektionsbasis in Deutschland, also den zur Verfügung stehenden Kindern und Jugendlichen im Fußballsport, nur einige Toptalente in die Nationalmannschaft bringen. Jedoch werde diese Basis durch den falsch angelegten Spielbetrieb gerade in den unteren Altersklassen stark reduziert. Um gut Fußball spielen zu können muss ein Fußballer zuerst eine Situation wahrnehmen, sie verstehen, sich für eine Handlungsoption entscheiden und erst dann eine Handlung ausführen. Das 4-Phasen-Modell aus Wahrnehmung, Verstehen, Entscheiden, wird allerdings im Training so nicht abgebildet: Geschätzt 70-80 % der Trainingsformen und -inhalte sind auf das Ausführen ausgerichtet.

Dazu kommt laut Matthias Lochmann das Problem, dass Kinder nicht nur falsch trainiert werden würden, sondern auch zu wenig Spielpraxis erhalten. Bei nicht zum Spiel Nominierten und Auswechselspielern ist das offensichtlich. Auch bei nicht gemeldeten Mannschaften, weil für die Meldehürde zu wenige (kleiner Verein) oder gar zu viele Kinder (2. Mannschaft nicht möglich) zur Verfügung stehen. Auch auf bestimmte Positionen fixierte und des Spielanschlusses beraubte Kinder können sich nicht weiterentwickeln. Und zum Schluss nimmt die Instruktion durch Trainer dem Spieler die Entscheidungsfreiheit.

Wie ist das Problem zu lösen? Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann präsentiert die Fair Play Liga 4.0: FUNiño. Vorteile sind hierbei der 3er-Ball, welcher viele Argumente für eine Fußballentwicklung liefern kann. Weitere Pluspunkte sind kleine Teams, kleine parallele Felder, mehrere Ziele, Eindribbeln statt Einwurf oder eine genau festgelegte Auswechsel-Rotation, die nach Torerfolg von beiden Teams vollzogen wird.

Das Plenum des ITK quittierte Lochmanns Forderungen mit häufigem und lang anhaltendem Applaus.

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