Daniel Niedzkowski, Leiter der Fußball-Lehrer-Ausbildung und Co-Trainer der U-21-Nationalmannschaft, sprach in seinem Vortrag am ersten Tag des 62. Internationalen Trainerkongress in Kassel über effektives Spielcoaching. Dabei arbeitete er mit einem ganzheitlichen Ansatz des Handlungsmodells von der Kommunikation über die Entscheidung hin zur Umsetzung.

Zu Beginn seines Vortrages definierte Daniel Niedzkowski das Coaching als Begleitung und Unterstützung von Spielern, um die Leistung einer Mannschaft positiv zu beeinflussen. Ein Trainer müsse die Mannschaft dazu bringen, dass jeder Spieler seine Bestleistung erreichen kann und will. Dabei bezog er sich auf seinen Vorredner Markus Weise, der die Wichtigkeit des individuellen Zugangs eines Trainers zu den unterschiedlichen Persönlichkeiten der einzelnen Spieler erläuterte. Weiterhin erklärte der Leiter der Fußball-Lehrer-Ausbildung, dass die Leistung eines Teams sich aus der Summe der guten Aktionen der Spieler zusammensetzen würde.

Diese Aktionen bestünden aus den Teilen: Kommunikation, Entscheiden und Umsetzen. Kommunikation bedeute in dem Zusammenhang, mit dem Spiel zu kommunizieren sowie Informationen aufzunehmen. Durch die vorgegebene Taktik könne ein Spieler die vom Spiel gestellten Reize schneller interpretieren. Der Punkt des Entscheidens hänge eng zusammen mit der Spielintelligenz sowie dem Abwägen zwischen dem, was vom Trainer gefordert wird und dem, was in der aktuellen Spielsituation möglich sei. Ob der Spieler die Aktion, für die er sich entschieden hat, auch tatsächlich umsetzten könne, werde durch die Technik des Spielers bestimmt.

Effektives Spielcoaching benötige aber eine gezielte Vorbereitung. Dazu sollte den Spielern zunächst durch Prinzipien ein Orientierungspunkt gegeben werden, sodass der Trainer im Spiel lediglich ein Kommando rufen müsse und der Spieler ohne weitere Erklärungen wisse, was zu tun sei. Dieses Kommando bezeichnet Niedzkowski als Anker. Der Trainer habe die Aufgabe, den Spielern die geforderten Prinzipien auf unterschiedlichen Wegen zugänglich zu machen, da jeder Spieler individuell auf verschiedene Arten der Erklärung reagiere. Doch nicht nur die Vorbereitung, sondern auch die Nachbereitung eines Spiels, beispielsweise durch eine Videoanalyse, gehöre zum Spielcoaching und sei sehr wichtig.

Die Quintessenzen des Vortrages stellte der Co-Trainer der U-21-Nationalmannschaft den Kongressteilnehmern abschließend in griffigen Kurzbotschaften für die Praxis mit.

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