Zur regionalen Fortbildung der Verbandsgruppe Südwest  Anfang November fanden sich rund 50 BDFL-Mitglieder zu Gast beim Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 in der MEWA Arena und anschließend am Bruchwegstadion ein, um sich fortzubilden – sie erlebten ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis.

Energiesystemtraining im Profifußball

Die Fortbildung wurde in zwei theoretische Vorträge in der MEWA Arena 20211102 143443und eine Praxisdemonstration der U23 im Bruchwegstadion des 1. FSV Mainz 05 unterteilt. Im ersten theoretischen Teil referierte Sven Herzog, Leitung Performance und Leiter der Athletikabteilung der Profis, über das Thema „Energiesystemtraining im Profifußball“. Herzog, selbst als Triathlet und Langstreckenläufer aktiv, ist ausgebildeter „Strenght & Conditioning Coach“ mit dem Schwerpunkt multidirektionale Sportarten, funktionelle Bewegungsanalyse sowie Leistungsdiagnostik und verfügt über langjährige Erfahrung und Expertise im Bereich des Leistungssports.

Herzog unterschiedet beim Training zwischen zwei verschiedenen Arten von Energie, die der menschliche Körper bereitstellen kann. Ausschlaggebend für die Auswahl der optimalen Energiebereitstellungsmethode sind Intensität und Dauer der Belastung. Im Fußball gibt es anaerobe und aerobe Energiegewinnungsprozesse. Bei kurzen und intensiven Aktionen wird auf anaerobe Energiegewinnung umgestellt, während bei der aeroben Energiegewinnung die Ausdauer im Vordergrund steht - aerob (= mit Sauerstoff), anaerob (= ohne Sauerstoff). Somit sind laut Herzog sowohl anaerobe als auch aerobe Prozesse entscheidend für einen Fußballer. Um die Stoffwechselprozesse optimal zu trainieren, empfiehlt es sich also, das Ausdauertraining so zu gestalten, dass es die während des Spiels auftretenden Belastungen wiederspiegelt.

Umsetzung des Energiesystem-Trainings in die Fußballpraxis

Im zweiten Theorie Abschnitt referierten Jan Siewert (Junioren-Cheftrainer, 1. FSV Mainz 05) und Bartosch Gaul (Cheftrainer U23, 1. FSV Mainz 05) über die Umsetzung des zuvor vorgestellten Energiesystemtrainings in die Fußballpraxis anhand einer aktuellen Trainingswoche der U23. Die Trainingswoche wurde so gestaltet, dass die Startelf einen Tag nach einem Spiel (Sonntag) regeneriert und die Ergänzungsspieler Spielersatztraining durchführt. Anschließend gab es am Montag einen freien Tag. Dienstag und Mittwoch sind die zwei Hauptbelastungstage angesetzt und gegen Ende der Vorbereitungswoche, am Donnerstag und Freitag, wurde sich insbesondere mit den Jungprofis explizit auf den nächsten Gegner vorbereitet.

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Praxisdemonstration schnelles Umschaltspiel, aggressives Pressing und Gegenpressing

Der praktische Teil der Fortbildungsveranstaltung fand im Bruchwegstadion unter der Leitung von Bartosch Gaul, Cheftrainer der U23 von Mainz 05, in Zusammenarbeit mit seinem Trainerstab statt. Dabei zeigte die U23 eine interessante, abwechslungsreiche Trainingseinheit mit dem Schwerpunkt „Schnelles Umschaltspiel, aggressives Pressing und Gegenpressing“. Diese Schwerpunkte wurden in zwei verschiedenen „Rondos“ Formen speziell trainiert. Zuerst in einer kleineren Form, anschließend in einer größeren. Zum Schluss gab es noch eine Spielform im 8 gegen 8, unterteilt in drei Zonen. Die Teilnehmer konnten sich von einem sehr guten inhaltlichen und organisatorischen Trainingsaufbau überzeugen und waren natürlich auch von den hervorragenden Trainingsbedingungen begeistert.

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Großer Dank an den 1. FSV Mainz 05

„Der BDFL möchte sich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die großartige organisatorische Unterstützung der Verantwortlichen des 1. FSV Mainz 05 um Christian Heidel, Martin Schmidt und Robin-Lea Blum bedanken. Die Bedingungen in der MEWA Arena und im Bruchwegstadion waren optimal“, zeigte sich BDFL-Geschäftsführer Marcus Dippel sehr zufrieden mit den Rahmenbedingungen der Fortbildungsveranstaltung. „Ein herzliches Dankeschön auch an Jan Siewert und seine Kollegen für das abwechslungsreiche und interessante Fortbildungsprogramm. Nicht ganz in das positive Bild der RFT passte die Teilnehmerzahl von Seiten der angemeldeten Trainer*innen. Waren vier Tage vor der Fortbildungsveranstaltung noch 85 Trainer*innen angemeldet, waren am Montag nur noch rund 50 Teilnehmer*innen vor Ort, zum Teil fehlten die Trainerkolleg*innen entschuldigt, in einem nicht unerheblichen Maße aber auch unentschuldigt. Dieses Verhalten ist schwer zu akzeptieren und macht die Planungen für solch hochwertige Fortbildungsveranstaltungen in der Zukunft sehr schwierig“, sind sich Dippel und der Vorsitzende der Verbandsgruppe Südwest Günter Noel einig.

mm

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