Im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon ist es zu einem unschönen Zwischenfall gekommen: Real-Spieler Vinicius Junior gab an, von einem Benfica-Spieler rassistisch beleidigt worden zu sein. Noch auf dem Feld sowie im Nachgang des Spiels entbrannte eine hitzige Debatte, Benfica-Trainer Jose Mourinho brachte den aus seiner Sicht unangebrachten Jubel Vinicius Juniors in die Diskussion mit ein. Angesprochen auf seine Meinung zu den Vorkommnissen gab Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern München, ein denkwürdiges Statement über Rassismus ab. BDFL-Präsident Benno Möhlmann pflichtet Kompany bei und zollt dem Trainer große Anerkennung für seine klare Positionierung und gleichzeitig versöhnlichen Aussagen.


„Ich habe großen Respekt davor, mit welcher Klarheit Vincent Kompany über Rassismus im Fußball und in unserer Gesellschaft gesprochen hat. Nicht verurteilend, aber mit einer klaren Botschaft: Es geht nicht nur darum, ob und was gesagt wird, sondern auch um den Umgang damit und die anschließende Aufarbeitung“, zeigt sich BDFL-Präsident Benno Möhlmann beeindruckt vom Statement des Bayern-Trainers: „Wir sollten aufhören, Aussagen, die falsch sind – ob rassistisch, sexistisch, anti-semitisch oder in anderer Weise verletzend, respektlos und erniedrigend – zu relativieren und unterschiedliche Situationen miteinander zu vermischen. Im Fall der entstandenen Situation im Spiel Real Madrid gegen Benfica Lissabon bedeutet das: Ein Torjubel – ob provokant oder nicht – sollte bei der Beurteilung einer mutmaßlich rassistischen Beleidigung keine Rolle spielen.“

Das komplette Statement von Vincent Kompany: