Videoanalyse im Fußball ist längst kein Werkzeug mehr, das nur Profiklubs vorbehalten ist. Der BDFL ist überzeugt: Wer Spieler*innen wirklich entwickeln will, muss bei den Trainer*innen anfangen – und dafür ist Videotraining ein sehr effektives Mittel. Deswegen ist der Trainerverband sehr zufrieden mit der Partnerschaft mit Veo Technologies, dem dänischen Unternehmen, das KI-gestützte Videoanalyse-Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse des Fußballs zugeschnitten sind.

Warum ist Videotraining so ein wirkungsvolles Werkzeug in der Spielerentwicklung?

Videoanalyse gibt Trainer*innen die Möglichkeit, Spieler*innen deren eigenes Verhalten auf dem Platz zu zeigen. Worte allein können das nicht leisten. „Nach der Arbeit auf dem Platz ist das Videotraining eines der mächtigsten Tools, das wir für die Spielerentwicklung zur Verfügung haben,“ sagt Christoph Pinke, Verbandsreferent des BDFL: „Weil Spieler sich selbst in Aktion sehen und wir ihr konkretes Verhalten widerspiegeln und analysieren können.“ Wenn Spieler*innen ihr eigenes Verhalten auf dem Bildschirm sehen, sowohl positive als auch negative Muster, ist die Wirkung deutlich größer als bei verbalen Anweisungen oder abstrakten Erklärungen. Das Bild erzeugt Verständnis, das Coaching allein nicht herstellen kann. Für den BDFL hat das eine direkte Konsequenz für die Art, wie Trainer*innen weitergebildet werden. Mehr Trainer*innen dazu zu bringen, Video sinnvoll einzusetzen, ist nicht nur eine Frage des Zugangs zu Geräten. Es erfordert den Aufbau der Kompetenz, die Technologie wirkungsvoll zu nutzen. „Es ist das eine, eine Kamera aufzustellen und ein Spiel zu filmen,“ erklärt Pinke: „Und das andere, zu wissen, wie ich den maximalen Benefit aus dieser Technologie rausholen kann.“

Wie verändert Video die Art, wie sich Trainer*innen in Deutschland fortbilden?

Die Art, wie Trainer*innen sich weiterbilden, hat sich grundlegend gewandelt. Der BDFL hat darauf reagiert und ein Wissensnetz aufgebaut, das Inhalte aus Fortbildungsveranstaltungen dauerhaft zugänglich macht. Das Problem, das Pinke beschreibt, war eindeutig: Wissen, das bei einer Fortbildung in Dortmund entstand, erreichte eine Trainerin in München nicht, die nicht teilnehmen konnte – geschweige denn einen deutschsprachigen Trainer, der in Japan arbeitet. Die Lösung bestand darin, Praxisdemonstrationen bei Fortbildungsveranstaltungen mit einer Veo-Kamera aufzuzeichnen, direkt auf dem Platz aufgestellt mit direkt aufgezeichnetem Ton und ausgewählte Clips im Wissensnetz zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis ist abrufbares Wissen, das Geographie und Zeitzonen überwindet und damit Lernen jederzeit möglich macht.

Wie können Trainer*innen im Amateurbereich Videoanalyse sinnvoll einsetzen?

Videoanalyse im Amateurfußball scheitert selten am fehlenden Willen. Sie scheitert an Zeit und Budget. Genau hier macht zugängliche Technologie den Unterschied. „Es ist wichtig, dass diese Technologie für alle auf einfachem Weg zugänglich ist,“ sagt Pinke: „Im Profifußball sind die nötigen Ressourcen und Systeme bereits vorhanden. Im Amateur- und semiprofessionellen Bereich sind die Einschränkungen real.“
Sein Rat an Trainer*innen, die anfangen wollen: mit einer einzigen, klaren Frage beginnen. Was will ich eigentlich aus diesem Videomaterial herausholen? Die möglichen Antworten sind breiter, als die meisten Trainer*innen anfangs erwarten:

  • Gegneranalyse: Muster und Spielprinzipien des nächsten Gegners erkennen
  • Eigene Spielanalyse: die eigene Spielidee sichtbar machen und bei den Spieler*innen verankern
  • Spielerentwicklung: individuelle Stärken und Entwicklungsfelder zurückspiegeln
  • Trainingsanalyse: messen, wie viel aktive Spielzeit Spieler*innen in einer Einheiten tatsächlich haben
  • Trainer*innen-Selbstreflexion: das eigene Verhalten, Kommunikationsmuster und Entscheidungen an der Seitenlinie beobachten

 „Du kannst als Trainer in einer unteren Liga in der Tiefe nicht dieselben Themen abdecken wie ein Bundesligist. Das ist völlig logisch,“ erklärt Pinke: „Und deswegen ist es auch wichtig, dass jeder Trainer sich erstmal klarmacht: Das will ich denn überhaupt aus diesem Videomaterial rausholen?“

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Wie unterstützt die Partnerschaft zwischen BDFL und Veo Trainer*innen im Alltag?

Für den BDFL ist Veo mehr als ein Technologiepartner. Die Organisation empfiehlt Veo aktiv an Trainer*innen weiter und setzt die Kamera bei eigenen Praxiseinheiten ein. „Trainer, die sich für Videotraining interessieren, bekommen so einen einfachen Zugang,“ erklärt Pinke. „Wir haben einen Partner, zu dem wir sie guten Gewissens hinschicken können.“ Das Feedback von Mitgliedern, die über den BDFL den Weg zu Veo gefunden haben, ist positiv: unkomplizierte Beratung und ein System, das zur Realität des Amateur- und semiprofessionellen Sports passt. Mobil, überschaubare Abo-Kosten und eine Kamera, die ohne Operator auskommt. Veo ist ein KI-gestütztes Sportkamerasystem, das Spiele und Trainingseinheiten automatisch aufzeichnet, ohne dass jemand die Kamera bedienen muss. Die Kamera verfolgt das Spielgeschehen per Computer Vision, das Videomaterial wird nach dem Abpfiff automatisch hochgeladen und ist sofort über die Plattform abrufbar. Für den BDFL bedeutet das: Fortbildungsinhalte können ohne technischen Aufwand aufgezeichnet, bearbeitet und im Wissensnetz veröffentlicht werden. Für die Trainerinnen und Trainer an der Basis bedeutet es ein System, das funktioniert – ohne Komplexität und ohne großes Budget.

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Wohin entwickelt sich die Videoanalyse in der Trainerausbildung?

Eine genaue Prognose ist schwer. Die Richtung aber ist klar. „Die Entwicklung schreitet so schnell voran, dass es schwer abzusehen ist,“ sagt Pinke und verweist auf das Tempo der Veränderungen, das bereits im letzten Jahrzehnt deutlich sichtbar war. Was feststeht: Video wird in allen Anwendungsbereichen eine wachsende Rolle spielen, von der Gegneranalyse über die Spielerentwicklung bis zur Trainer*innen-Selbstreflexion. Die Frage, wie KI Trainer*innen Zeit zurückgeben kann, anstatt neue Anforderungen zu schaffen, wird immer wichtiger. Für den BDFL bedeutet das: Die Trainerbildung muss Schritt halten. Trainer*innen für die Zukunft des Fußballs vorzubereiten, heißt sicherzustellen, dass sie nicht nur wissen, wie man eine Kamera aufstellt, sondern wie man das Beste aus dem herausholt, was sie aufzeichnet. „Man muss sich zwangsläufig damit beschäftigen, wenn man das volle Potenzial der Technologie nutzen will,“ sagt Pinke: „Egal, ob man ein junger Trainer ist, der automatisch damit in Verbindung kommt, oder schon ein älteres Semester.“

Was ist der Unterschied zwischen Videoanalyse und Videotraining im Fußball?

Videoanalyse bezeichnet die systematische Auswertung von Spielmaterial, um zum Beispiel taktische oder technische Muster zu erkennen. Videotraining geht einen Schritt weiter: Es nutzt Videomaterial aktiv in der Entwicklung von Spieler*innen und Trainer*innen, etwa indem eigene Handlungsweisen gespiegelt werden. Im Traineralltag werden beide Ansätze häufig kombiniert.

Können Amateurvereine realistisch von Videoanalyse profitieren?

Ja, können sie. Moderne KI-Kamerasysteme wie Veo benötigen keinen Kameraoperator und laden Videomaterial automatisch hoch. Die Kosten sind so gestaltet, dass sie auch für kleinere Vereine tragbar sind. Entscheidend ist, einen klaren Fokus zu definieren: Ein Trainer in der Kreisliga muss keine Bundesliga-Analyse leisten, kann aber trotzdem gezielt und wirkungsvoll mit Videomaterial arbeiten.

Wie nutzt der BDFL Videoaufnahmen in der Trainerbildung?

Der BDFL zeichnet Praxiseinheiten auf und stellt ausgewählte Inhalte im Wissensnetz zur Verfügung. So wird das bei Fortbildungsveranstaltungen generierte Wissen konserviert und für Trainer*innen abrufbar gemacht, die nicht vor Ort sein konnten oder ihren Fortbildungsbesuch nachbereiten möchten, einschließlich Trainer*innen, die außerhalb Deutschlands arbeiten.

Was sollten Trainer*innen zuerst analysieren, wenn sie mit Video anfangen?

Der wirkungsvollste Einstiegspunkt ist, einen einzigen Fokusbereich zu definieren: Individuelle Spielerentwicklung, eigene Spielprinzipien, Trainingsanalyse oder Gegneranalyse. Ein klares, spezifisches Ziel ist wertvoller als ein breiter, ungerichteter Ansatz.

Warum arbeiten Veo und der BDFL zusammen?

image00003Benjamin Dahl Belka, Market Manager DACH für Veo, hebt
die strategische Bedeutungimage00002 der Zusammenarbeit hervor und betont die Innovationsbereitschaft des Verbandes. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit dem BDFL und sehen in ihm einen äußerst innovativen Verband, der auch den Nutzen einer Partnerschaft mit Veo klar erkannt hat,“ sagt Belka. Veo bewerte Trainer als den entscheidenden Faktor für die Entwicklung im Fußball. Während Spieler*innen und der Verein eine wichtige Rolle spielen, seien die Trainer*innen der Grundpfeiler. „Trainer sind der Grundpfeiler dessen, was wir bei Veo tun, mit Spielern und dem Verein im Hintergrund,“ erklärte Belka. Er führte weiter aus, dass nur die qualifizierten Trainer*innen die Aufnahmen effektiv bewerten und nutzen könnten, weshalb Veo im BDFL einen exzellenten Partner sieht. Der BDFL-Veo-Partnerschaft in der Zukunft sieht Belka sehr optimistisch entgegen: „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre gemeinsam und über die sehr enge Partnerschaft.“