Im September zu Gast bei Darmstadt 98 und beim FSV Frankfurt, sowie im Oktober und im Dezember zu Gast beim HFV e.V., führte die BDFL-Verbandsgruppe Hessen immerhin 4 RFT mit insgesamt 30 Lerneinheiten jeweils als Präsenzveranstaltung durch.

Auf der Grundlage eines mit unserer Bundesgeschäftsstelle und den jeweiligen Gastgebern abgestimmten, strengen Hygienekonzeptes nutzten so 127 Trainerkolleginnen und -kollegen  die in diesen Wochen und Monaten seltene Möglichkeit, leibhaftig vor Ort nicht nur anwesend zu sein, sondern sich auch mit dem einen oder anderen Teilnehmenden auszutauschen  – unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Fortbildung, wie auch Dirk Reimöller, BDFL-Vizepräsident, wiederholt zum Ausdruck brachte.

Schon seit 12 Jahren findet die letzte Regionale Fortbildungstagung (RFT) im Jahr entweder in GRÜNBERG, oder in FRANKFURT / M. statt, so auch vor wenigen Tagen vom 17. – 18. Dezember in GRÜNBERG.

Den Anfang machte Dr. med. Roland Nebel, Facharzt für Innere Medizin, Kardiovaskulärer Präventivmediziner; sein Thema: “Neues aus dem Bereich der Sportmedizin unter besonderer Berücksichtigung von geeigneten Maßnahmen der 1.Hilfe bei besonderen Vorkommnissen auf dem Fußballplatz“.

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Ein nicht nur sehr spannendes Thema, sondern für alle Trainer ein sehr wichtiges Thema! Den Schwerpunkt seiner Ausführungen legte der Referent auf alle Maßnahmen – zu ergreifen von Mitspielern, Trainern, u.a. – die geeignet sind, den Herztod auf dem Platz zu verhindern. Auch das diesbezüglich unverzichtbare wiederholte Üben von Wiederbelebungsmaßnahmen behandelte Dr. R. Nebel nicht nur theoretisch, sondern demonstrierte anhand einer Puppe, was praktisch zu tun ist; auch die Teilnehmer machten mit.

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Theorie und Praxis mit dem Thema: „Standardsituationen“, dargeboten von Tobias Cramer, Cheftrainer „Sportfreunde Siegen“ mit den Jungs der U 17 der TSG Wieseck, zur Zeit Tabellenführer in der Hessenliga, ging der lehrreiche Fortbildungsnachmittag / Freitagnachmittag zur großen Zufriedenheit der Trainerkollegen auf dem Kunstrasenplatz unter Flutlicht zu Ende.

Am frühen Abend, noch vor dem Abendessen im 4-Sterne-Restaurant des „Sporthotel Grünberg“, kam es zum gleichermaßen interessanten wie auch unterhaltsamen Interview mit Lutz Wagner, langjähriger Spitzenschiedsrichter in der Bundesliga und aktuell in  EUROPA als Entertainer / Referent / Speaker / Beobachter / Lehrer nicht nur auf dem Fußballplatz unterwegs. Marcus Dippel, BDFL-Geschäftsführer und bekannt für seine zielführende Leitung von Interviews mit prominenten Trainern aus dem In- und Ausland, hatte es sich nicht nehmen lassen, dieses Interview mit Lutz zu führen. Marcus, bestens vorbereitet, und Lutz, wie immer total ausgeschlafen, liefen zur Hochform auf und beeindruckten ausnahmslos alle, auch die noch anwesenden / schon anwesenden Referenten, Dr. med. Roland Nebel, Cheftrainer Tobias Cramer und Willy Schmid, FC Basel.

Nach dem vorzüglichen Abendessen ging es verzugslos in die „3.Halbzeit“, welche auch deshalb den regen und lebendigen wie auch sehr fachbezogenen Austausch untereinander besonders befruchtete, weil alle Referenten an dem einen oder anderen Tisch zusammen mit den Trainerkollegen Platz genommen hatten und bis spät in den Abend hinein vor Ort blieben.

Den 2.Fortbildungstag eröffnete Lutz Wagner mit dem Thema: „Fußball – Volkssport Nr. 1 – Aktualität und Komplexität“. Wie immer sehr temperamentvoll, mit begeisternder Ausstrahlung, erstaunlicher Expertise und überzeugender Eloquenz zeigte Lutz auf, welche wichtigen Regeländerungen zwischenzeitlich in Kraft getreten sind. Davon muss jeder Trainer und nicht zuletzt auch jeder Spieler  Kenntnis haben und wissen, dass Unkenntnis mitunter spielentscheidend sein kann! Mit kurzen, aber auf den Punkt genau passenden VIDEO-Sequenzen, verständlich und jederzeit nachvollziehbar vom Referenten kommentiert, stellte Lutz die hohe Aufmerksamkeit der Teilnehmer ununterbrochen sicher, eine besonders erfreuliche und von den Teilnehmern sehr geschätzte Referentenleistung!

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Den Samstagvormittag beschloss Willy Schmid, BDFL-Mitglied und auch seit vielen Jahren BÖFL-Mitglied, sehr erfahrener, langjähriger Funktionsträger beim FC Basel. Sein Thema: „Persönlichkeitsentwicklung (Trainer und Spieler), Vermitteln von Verhaltensgrundsätzen / Fordern / Fördern / Kommunikation“. Dieses stets aktuelle und unverzichtbare Thema, präsentiert von Willy Schmid, der viele Jahre für den Nachwuchs des FC Basel verantwortlich war, kam etwas zu kurz, da viel Zeit im Hinblick auf Gliederung und Aufgaben des FC Basel, Strukturelles und Organisation dieses Spitzenclubs in der Schweiz, verwendet wurde. Auch der Vergleich „Talentförderprogramm des DFB“ einerseits und „Nachwuchsförderkonzept des Schweizerischen Fußballverbandes“ andererseits nahm viel Zeit in Anspruch, weil diesbezüglich auch viele Fragen aus dem Plenum an Willy gerichtet wurden. Gleichwohl machte unser Kollege aus der Schweiz noch wissenswerte Ausführungen zum Thema:“ Persönlichkeitsentwicklung“ und stellte dabei nachdrücklich heraus, dass der Weg vom Talent zum erfolgreichen Profi in der SCHWEIZ genauso steinig ist wie in DEUTSCHLAND. „Wenn auf diesem Weg gelegentlich Zweifel aufkommen sollten, ob mehr Präsenz in der Schule / im Rahmen der  der Berufsausbildung vorteilhafter sein könnte als die weitere Förderung zum möglichen Fußball-Profi, gibt es in der SCHWEIZ nur die eine, unmissverständliche Entscheidung: Vorrang hat die Schule / die Berufsausbildung,“ so Willy am Ende seiner Ausführungen.

Mit der Danksagung an das „Team Sporthotel Grünberg“, an die Referenten, an die DEMO-Gruppe der TSG Wieseck, an die Verantwortlichen des HFV e.V. und an alle Teilnehmer, welche sich u.a. auch vorbildlich und sehr diszipliniert an die strengen CORONA-Regeln gehalten hatten, ging diese Präsenzveranstaltung am frühen Samstagnachmittag zu Ende.

Jörg Udo Keck (Vorsitzender der BDFL-Verbandsgruppe Hessen)

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