Diese gezielte Fortbildung hat sich etabliert und war die vierte Veranstaltung seit 2014 in den Räumlichkeiten des Bremer Fußball-Verbandes. Wieder war der Besuch mit 26 Teilnehmern (TN) sehr gut (die max. Kapazität beträgt 30 TN). Mit dem Weser Kurier und der Syker Kreiszeitung waren zwei Zeitungen sowie mit Radio Bremen „Sportblitz“ auch das Fernsehen anwesend. In der ersten Einheit stellte sich Thomas Schaaf den Fragen des Interviewpartners Helmut Helken und den Fragen der TN.

Das Themenfeld umfasste die Bereiche: Biographie vom Kind zum Erwachsenen, Laufbahn vom Jugendspieler zum Profi, Stationen als Jugend- und Profitrainer, UEFA-Beauftragter, Botschafter von Werder Bremen sowie einigen weiteren Ehrenämtern. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere die bis heute äußerst erfolgreichen 45 Jahre von T. Schaaf bei Werder Bremen als Profifußballspieler sowie als Amateur- und Profitrainer thematisiert. T. Schaaf erläuterte seinen Werdegang, seine Einstellungen sowie seine Ziele. Neben dem Sammeln von Erfahrungen als Trainer im Jugend- und Amateurbereich waren u.a. Geduld, fachliche Kompetenz, Umgang mit Spielern, und die persönliche Weiterentwicklung in allen Arbeitsfeldern wesentliche Merkmale für die Entwicklung und Befähigung zum Trainerjob im Profibereich. Anhand konkreter Beispiele zur Spielphilosophie, Führen einer Bundesligamannschaft, der Weiterentwicklung des Spitzenfußballs, Ansprüche an den Trainer im Leistungsbereich, Kommunikationsebenen im heutigen Trainerteam, Bedeutung von Werten wie z.B. Anstand, Respekt, Hilfsbereitschaft im Profisport wurden Lösungsmöglichkeiten und Handlungshilfen aufgezeigt. Mit seinen vielfältigen Kompetenzen hat T. Schaaf verschiedene Beispiele aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und aufgezeigt. Durch diese erweiterte Analyse wird das Ergebnis präziser und eindeutiger. Trainer müssen immer mit verlässlichen und sicheren Daten bzw. Informationen arbeiten. Natürlich ist dies kein Allheilmittel, auch hier wird es zu Fehleinschätzungen kommen. Als UEFA-Beauftragter hat T. Schaaf u. a. Spiele der U 21 EM in Polen analysiert und die Ergebnisse der UEFA zur Verfügung gestellt. Die Fragen nach der Zukunft des Leistungsfußballs, Attraktivität der Spiele, taktisches Verhalten sowie taktische Varianten während des Spiels und deren Reaktionen waren ebenso wie die zukünftigen Anforderungen an Spieler und Trainer Thema der Diskussion. Eine erste Bewertung dieser EM wird im UEFA-Kongress in Belfast im Oktober 2017 präsentiert. Im zweiten Block stellte Marco Grote (Trainer derU19 von Werder Bremen) das Konzept dieser Mannschaft sowie die Einbindung in das Gesamt-Konzept von Werder Bremen mit allen Details vor. Es wurden weitere Arbeitsfelder seiner Trainertätigkeit diskutiert, z. B. Ansprüche und Realitäten von Führungsspielern, Leistungsoptimierung und Steuerung, spezifische Betreuung von Jugendspielern in erfolgreichen - bzw. negativen Phasen. Anhand konkreter Beispiele sind diverse praktische Hilfen präsentiert worden. Die Ansprüche der Spieler sind enorm gewachsen, z. B. jeder will seinen Spielanteil haben. Die Bereitschaft für eine zeitlich längere systematische Entwicklung und Sicherung verschiedener Kompetenzen nimmt eindeutig ab. Eine weitere Aufgabe ist, die Spieler zur Selbständigkeit zu erziehen und ihnen nicht alles abzunehmen. Sie müssen selbständig Handeln und dürfen „auch mal Fehler machen“. Es zeigt sich aber auch, dass der Trainer im ständigen Kontakt mit seinen Spielern stehen muss. Die Besprechung und Aufarbeitung von Entwicklungen, Problemen, Spielerverhalten etc. muss in direkten Gesprächen umgehend mit dem Spieler erfolgen. Die Gespräche sind bedeutend für das Vertrauen des Spielers zum Trainer, z.B. bei der aktuellen Bewertung seines Leistungsstandes und den sachlichen Perspektiven. Sie sind zugleich auch wesentliche Bausteine in der Zusammenarbeit und der Motivation. 

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